Auf den Spuren von Elvis in Deutschland – 60 Jahre später nachgereist.

Wir begegnen immer wieder Menschen, die meinen, Elvis Presley sei in Wiesbaden stationiert gewesen. Oder die bei „Gondel Nr. 76“ hilflos mit den Schultern zucken. Das sei Ihnen verziehen.

Sie teilen entweder nicht die Liebe zum King of Rock‘n Roll oder haben den Film „G.I. Blues“ nicht gesehen.

Spätestens aber mit dem legendären „ Muss I denn….“ Song von Elvis dämmert jedem der Zusammenhang.

Wie alles begann:

1958 landete der King ganz unspektakulär als Soldat mit dem Schiff in Bremerhaven, um in 17 Monaten seinen Militärdienst abzuleisten.

Diesen verbrachte er die meiste Zeit in den Ray Barracks in Friedberg. In der Nachbarstadt Bad Nauheim wohnte Elvis mit Vater, Oma und Freunden in der Villa Grunewald, wo sich der Clan eingemietet hatte.

Dort findet auch jährlich das European Elvisfestival statt, von dem ich euch schon letztes Jahr berichtet hatte:

https://wheretheduckflies.com/2017/08/20/a-weekend-time-travel-back-into-the-fifties-frankfurt-bad-nauheim-buedingen/

Der Film G.I.Blues, oder Café Europa, wie er auch genannt wurde, spielt mehr oder weniger in Deutschland. Es wurden viele Aufnahmen vorab schon in USA gedreht, einige wenige vor Ort gemacht. Ob Elvis wirklich da war, bleibt umstritten.

Sei es im wirklich hübschen Idstein mit Stil und Flair, wo Elvis und seine Freunde durch den steinernen Torbogen über der König – Adolf – Platz in den heutigen Taunushof liefen. Dort sang er „G.I. Blues“ und „Doin‘ the best I can“.

Oder die Kabinenseilbahn in Rüdesheim, in der Elvis auf dem Weg zum Niederwalddenkmal seiner Lili „A pocket full of rainbows“ vorsang.

Was bewirkten die Militärzeit von Elvis in Deutschland und der Film G.I. Blues? Sie machten den ehemaligen Elternschreck zum respektierten King of Rock‘ n Roll und rührten gleichzeitig kräftig die Werbetrommel für den Deutschlandtourismus in USA.

Letzteres schlägt sich leider in einer unglaublichen Kitschvermarktung z.B. in Rüdesheim nieder. In der Drosselgasse dreht es einem nicht nur wegen der zahlreichen Kuckucksuhr – bis – Seppelhut – Souvenirshops den Magen um. Aus auf urig gemachten Restaurants schallt es laut bis auf die Straße „Hoch auf dem gelben Wagen…“.

Da hilft nur, sich schnell mit dem Hochprozentigen aus der ortsansässigen Manufaktur zu betäuben. Die – „Nomen est Omen“ -: Asbach Uralt heißt.

Die Gondelbahn ist noch im – wenn auch (Gott sei Dank) restaurierten- Originalzustand. Und es gibt sie noch, die ledendäre Gondel Nr. 76.

Man kann dem Touristenschwall einigermaßen entgehen, wenn man oben am Niederwalddenkmal entlang der Aussichtspunkte zum Sessellift nach Assmannshausen wandert, um dort wieder ins Tal zu fahren.

Zurück nach Rüdesheim geht es dann mit Zug oder Schiff.

Wer, wie wir, in Assmannshausen in diesem wunderbaren Design B&B dem alten Rathaus, übernachtet, startet am Besten mit der Zugfahrt, um zum Schluss wieder im Übernachtungsort anzukommen.

Tipp: Die Loreley ist nur knapp 30 Autominuten entfernt und passt noch gut in die Tagesplanung. Möglicherweise mit einem Currywurst Kontrastprogramm in Benno‘s Truck Stop. Hier geht es rustikal zu und statt Walter Scheel und Heino dröhnt Rock und Country aus den Lautsprechern…

Eine Wohltat.

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