Ein bisschen Geschichte muss schon sein. 😉
Was mich gewundert hat: Wenn man heute am kleinen Hafen von Hydra steht, kann man sich kaum vorstellen, dass diese Insel einmal zu den bedeutendsten Seefahrtszentren Griechenlands gehörte. Wo bitte hätten all die Schiffe hinpassen sollen?

Aber die Antwort ist einfach: Sie mussten gar nicht hier liegen.
Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts wurden Hydras Reeder durch Handel im Mittelmeer und im Schwarzen Meer ausgesprochen wohlhabend. Ihre Segelschiffe waren einen Großteil der Zeit unterwegs, während Hydra Heimat der Reeder, Kapitäne und Seeleute sowie wirtschaftliches Zentrum ihrer Geschäfte war. Landwirtschaft bot die felsige Insel ohnehin kaum – also lebte man vom Meer.
Der damalige Wohlstand ist bis heute sichtbar. Rund um und oberhalb des Hafens stehen die mächtigen Herrenhäuser der einstigen Reederfamilien. Eines davon gehörte Lazaros Kountouriotis, einem der reichsten und einflussreichsten Männer Hydras.

Als 1821 der griechische Unabhängigkeitskrieg begann, stellten die Reeder ihre privaten Handelsschiffe, Mannschaften und einen Teil ihres Vermögens für den Kampf gegen das Osmanische Reich zur Verfügung. Gemeinsam mit den Flotten von Spetses und Psara wurde Hydra damit zu einer wichtigen Seemacht der griechischen Revolution.
Als Hafen für die Handelsschiffe diente damals auch nicht der heutige Hafen von Hydra, sondern die geschützte Mandraki Bucht.

Die vereinte Flotte von Hydra, Spetses und Psara sicherte die Kontrolle über die Ägäis, hielt die osmanischen Angriffe erfolgreich ab und trug so zum Sieg bei.









Hinterlasse einen Kommentar