Malta im Februar: Sonne, Wind, 20 Grad – und eine Insel mit vielen Kontrasten.
Unsere Highlights:
• 🚌 Oldtimerbus-Tour – rumpelig, retro, laut, großartig. Marsaxlokk, Blue Grotto von oben, Siġġiewi mit Ftira-Pause, Dingli Cliffs, Mdina. Volles Programm – Nostalgie pur inklusive Fun-Faktor. 10 von 10 Punkten





• 🚗 Classic Car Collection – liebevoll kuratiert, dicht gestellt, viel Herzblut. Kein Hochglanzmuseum, sondern echte Sammlerleidenschaft.




• 🎬 Popeye Village – Filmkulisse mit Geschichte, heute touristisch, aber überraschend stimmig, tolle Inszenierungen, für Kinder und die, die es im Herzen geblieben sind. Und für Popeye Fans natürlich: absolut TOP 👍




• 🏚️ Lost Places
Manoel Island – verlassene Gebäude, Katzen, seltsame Geräusche. Stoff für Fantasie.

White Rocks – Betonruinen am Meer, Wind, Weite, Murale – beeindruckend




• 🌇 O Sole Rooftop, Valletta – frisch eröffnet, Live-Musik, sensationeller Blick. Küche sehr gut, Service noch im Lernmodus – sympathisch.


Good to know:
Busfahren ist Nervensache
Öffentliche Busse kosten Zeit, Geduld – und Nerven. Öffis sind für Bewohner mit festem Wohnsitz auf Malta gratis. Ergebnis: brechend volle Busse.

Dazu die tägliche Lotterie:
Kommt er? Kommt er zu spät? Fährt er vorbei, weil schon voll?
Wer flexibel ist, kommt an. Wer pünktlich sein muss, braucht starke Nerven.
Odyssey Malta – unser Eindruck
Immersives Erlebnis im Mercury Tower: Maltas Geschichte mit viel Technik, Sound, Wind, Bewegung.

Der 5-D-Flug hat es in sich – nichts für sensible Mägen.
Man durfte während des Events nicht fotografieren. Hier Bilder von der Website:


Inhaltlich spannend, am Ende wirkte es jedoch wie ein hochglanzpolierter Werbefilm des Tourismusverbands, für den man pro Erw. 25 Euro Eintritt zahlt. Der Ausgleich: Die Aussichtsplattform im 33. Stock ist im Preis inbegriffen. Sehr beeindruckend.




Fazit: Malta – schön? Empfehlenswert? Jein.
Malta ist kein klassisches Schön-Reiseziel.
Überall Betonklötze, Baustellen ohne Ende, hässliche Hafen- und Meeresfronten.
Dagegen wirkt Lloret de Mar fast schick.
Die Sprache: nicht arabisch, nicht italienisch – Maltesisch, geschrieben völlig unaussprechlich.

Die Wurzeln: arabisch, türkisch, britisch, italienisch – alle gleichzeitig nebeneinander.
Das Essen genauso: Pizza, Pasta, Burger, Fisch, maltesischer Hase und Schnecken. Auf jeder Speisekarte gemeinsam zu finden.
Nicht Fisch. Nicht Fleisch. Malta halt. Eigenwillig und nicht zuordenbar.
Resümee:
Malta ist kein Ziel für Ästheten.
Aber für Neugierige, Kontrast- und Geschichtsliebhaber ist es eigenwillig, sperrig – und einzigartig.
Man muss es nicht schön finden. Man muss sich drauf einlassen wollen.
Malta hat Charakter, mit Ecken und Kanten.
Wir haben Malta in der Nebensaison besucht. Da war schon genug los. Nicht auszudenken, was hier in der Hauptsaison abgeht.
Aber: Um im Februar im T-Shirt am Meer zu sitzen, sich vom Wind die Haare zerzausen zu lassen, Street Art und Lost Places zu erkunden, eindrucksvolle Kathedralen und historische Städte zu besuchen, dafür kann ich Malta empfehlen.
Ob ich wieder kommen würde?
Ich glaube nicht. Bin eher selten Wiederholungstäterin. Doch es war sehr interessant und kurzweilig, diesen kleinsten EU Staat zu erkunden.
Und zum Schluss noch ein typischer Malteser:

Ein klassischer Malteser ist er vermutlich nicht. Aber typisch? Absolut!









Hinterlasse einen Kommentar