Was heute als Popeye Village auf Malta vermarktet wird, war ursprünglich eine aufwendig gebaute Filmkulisse.

Ende der 1970er-Jahre suchte Hollywood einen passenden Drehort für die Realverfilmung von Popeye, dem Seemann. Die Wahl fiel auf eine abgelegene Bucht im Norden Maltas: die Anchor Bay.
Für den Film Popeye (1980) mit Robin Williams entstand hier ab 1979 das fiktive Dorf Sweethaven – komplett neu gebaut, aus Holz, schief, bunt und absichtlich überzeichnet. Rund 165 Arbeiter errichteten knapp 20 Gebäude, dazu Stege, Treppen, ein Hafenbecken und sogar einen massiven Wellenbrecher, damit die Kulisse nicht beim ersten Wintersturm im Meer versank. Gedreht wurde von Januar bis Juni 1980. Danach war Hollywood wieder weg – das Dorf blieb.

Normalerweise wäre so ein Set abgebaut worden. In Malta entschied man sich anders. Zu viel Aufwand, zu fotogen, zu viel Potenzial. Statt Abriss wurde das Dorf zunächst einfach stehen gelassen – und bald als Kuriosität entdeckt. Kurze Zeit später öffnete das ehemalige Filmset für Besucher.

Ursprünglich gehörte Sweethaven zur staatlichen Malta Film Facility. In den späten 1980er-Jahren wurde das Areal jedoch privatisiert. Käufer waren private maltesische Investoren, konkret die Bonnici-Familie, die das Gelände übernahm, sanierte und wirtschaftlich neu aufstellte.
Seitdem wird Popeye Village von der maltesischen Gesellschaft Anchor Bay Leisures Ltd. betrieben – bis heute. Aus dem Filmset wurde schrittweise das, was man jetzt sieht: ein Themen- und Erlebnispark mit Shows, Animation, Souvenirshops, Gastronomie und jeder Menge Popeye-Folklore.
Der ursprüngliche Film ist dabei das zentrale Thema. Was außerdem trägt, ist die Kulisse selbst: dieses leicht schräge Dorf in einer spektakulären Bucht, irgendwo zwischen Filmgeschichte, Nostalgie und touristischem Dauerbetrieb.










Dabei machen als die Filmfiguren verkleidete Akteure Stimmung und binden die Besucher ins Programm mit ein.

Ob Parade in der Main Street, Spiele, Szenische Filmaufnahmen, es wird ständig etwas geboten.
Für 15 Euro Eintritt pro Person (Erw) ein netter Zeitvertreib in einer echten Filmkulisse. Popcorn und Erinnerungspostkarte inklusive. Im Sommer kann man hier auch baden.
Anreise:
Die Anreise mit dem – wie immer sehr vollen – Bus 222 und 101 dauerte etwas über eine Stunde. Immerhin: Busse waren da und pünktlich.

Die Rückfahrt gestaltete sich komplizierter: Der 101 fuhr plötzlich eine andere Route, wahrscheinlich stiegen wir zu früh aus und standen so in Mellieħa.

Wir hätten entweder 4 km Fußweg zu einem anderen Busstopp in Erwägung ziehen können, oder 1/2 Std. Wartezeit für weitere Umsteigeverbindungen.
Ich entschied mich für E-Cab, eine Alternative zu Uber und Bolt. 13,80 Euro kosteten die 35 minütige Fahrt zurück – und das fast ohne Wartezeit.
Meinen runden Geburtstag ließen wir am Abend stilvoll ausklingen:
Mit Live-Music und Rooftop View im neu eröffneten O Sole in Valletta.












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