Hähnchen mit Eierschmalz

In meiner fränkischen Heimat gab und gibt es immer noch total leckere, interessante Gerichte, die man nur überliefert bekommt, jedoch so im Internet nicht findet. Dazu gehört „Hähnchen mit Eierschmalz“.

Dabei wird der Göger, pardon, das Hähnchen zunächst auseinander geklappt und knusprig gebraten, dann wird der Eierschmalz (Semmel- Leber – Ei – Milchmischung) in die Auflaufform gegossen und die Gögerla Teile darauf gesetzt. Ab in den Ofen und stilecht mit einem Thüringer Kloß servieren.

Ich habe das Gewürz selbst gemischt aus: 2 TL Salz, 1 TL Pfeffer, je 1 TL Zwiebelpulver, Knoblauchpulver, Senfpulver, Bohnenkraut, getrocknete Petersilie und Selleriesalz. Dann noch 1 TL geräucherten Paprika und 1 EL Paprika edelsüß dazu, und etwas Chili.

Für 4 Personen:

  • 1 großes Hähnchen
  • Brathuhngewürz oder die Mischung oben
  • 5 Semmeln vom Vortag
  • 4 Eier
  • 1/2 l Milch
  • je 1 Bund Petersilie und Liebstöckl, gehackt
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • 1 TL Worchestershire Sauce (früher nahm man Maggi…)
  • 30 g Hühnerleber
  • für später:
    1/4 l Gemüsebrühe (oder mehr)

So geht´s:

Karel reibt den Göger ein.

Zunächst das Huhn auf der Brustseite längs auseinander schneiden und aufklappen. Gut mit Brathähnchengewürz einreiben und ca. 1 Std. bei 180 Grad C backen.

Inzwischen den Eierschmalz zubereiten: Dazu die Semmeln würfeln, Eier und Milch vermischen, Leber sehr fein hacken. Alles – bis auf die Brühe -zusammen rühren und kräftig würzen.

Wenn das Huhn knusprig ist, dieses heraus nehmen und in 4 Teile teilen. Eierschmalz in die selbe Form mit dem Bratensatz gießen, Brühe zugeben und verrühren. Hühnerteile oben auf setzen und nochmals für 20 min. backen. Inzwischen Klöße und ggf. Salat zubereiten.

Hähnchen mit Eierschmalz

Guten Appetit!

Pete sagt:
Wie ist das mit dem Hahn im Dialekt? Sagt man nun Geger, Gecher, Gieger, Göger, oder gar Gücher? Nun, alles ist vertreten im fränkischen Dialekt. Während der Bamberger Raum vom Göger spricht, nennt die Mehrheit der Landkreis-ERH-Bewohner den Hahn einen Geger. Kommt man in den östlichen Landkreis und damit in die Nähe von Nürnberg, heißt der Geger dann Gieger. Die Unterfranken sprechen vom Gücher. 

 

 

 

 

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